Einweihung der Vier-Feld-Beachanlage in Olpe

Beachvolleyball-Anlage / Einweihung

Die Einweihung der neuen – im Kreis Olpe einmaligen – Beachvolleyball-Anlage stand bevor. Und in Dahl, direkt neben dem Sportplatz, vergoss der Himmel schon seit Tagen Freudentränen ob des großen Ereignisses. „Die vielen Zelte und Pavillons und Pavillons haben wir zum Schutz vor der Sonne aufgebaut“, sah Michael Jürgens der nicht gerade beachfreundlichen Witterung nicht als Hinderungsgrund für den Strandsport.

Ob Wasser am Strand oder von oben – das konnte die zahlreichen Mannschaften vom Schmettern, Baggern und Hechten im feuchten Sand nicht abhalten. Alle 18 Teams waren gekommen, und mit zunehmender Dauer, im Gleichklang mit dem Nieselregen, trudelten auch die vielen Fans der Trendsportart sowie die Honoratioren aus Politik und Sport ein. Ihre freudige Erwartung galt vor allem dem deutschen Nationalteam Isabel Schneider und Victoria Bieneck, weniger dem Eröffnungszeremoniell mit, wenn auch kurzweiligen, Reden und Segnung sowie Taufe des Platzes.

Nach der WM ist vor der EM. Genau dazwischen passte die Einweihungsfeier. „Ich habe unserem Trainer schon vorgeschlagen, demnächst ein Trainingslager hier abzuhalten“, gab die aus Ottfingen stammende Isabel Schneider später zum Besten. Doch bevor die heiß ersehnte Beach-Demonstration beginnen konnte, musste das offizielle Programm abgewickelt werden. Und das moderierte in lockerer Manier Natascha Kempf-Dornseifer.

Während die Vorsitzende Claudia Dietzmann ihr Zehn-Punkte-Anliegen vortrug und vor allem Evelyne Soemer für ihren unermüdlichen Einsatzes als Speerspitze von vielen Helfern dankte, kam die Zwischeninformation: „„Isa und Tori sind mittlerweile pünktlich aus Hamburg kommend in Köln gelandet.“ Um wenig später sich noch einmal zu unterbrechen: „Da sind sie!“

Dem wichtigsten Vertreter des Verbandes, Hubert Martens, vorgeschaltet waren lokale und regionale Verantwortliche aus Sport und Politik. Markus Bröcher, stellvertretender Bürgermeister der Stadt Olpe, lobte, dass über den Fußball hinaus nun auch der Volleyballsport eine wichtige Unterstützung erfahren habe. Und Matthias Heider (Bundestagsabgeordneter) konnte auf sechs Jahre Volleyball-Vergangenheit verweisen. Im Bundestag dagegen müsse er sich mit mehr als sechs Gegnern auseinandersetzten.

„Die tolle Anlage ist eine attraktive Werbung für die Trendsportart Beachvolleyball“, merkte Bernd Banschkus (stellvertretender Landrat) an und outete sich als Fan von Isabel Schneider, deren Spiele er in Wien interessiert verfolgt habe. Während sich Joachim Schlüter, Vorsitzender des Stadtsportverbandes Olpe, kurzfasste, thematisierte Wilfried Schauerte, Vorsitzender des Kreissportbundes Olpe, die Sportförderung: „Ich bin erfreut über Laschets Vorstoß, dass für den Sport ein Staatssekretär oder –sekretärin angedacht ist.“

Dafür will sich auch Jochen Ritter, Landtagsabgeordneter, einsetzen und blickte mit launigen Worten auf seine eigene sportliche Vergangenheit zurück: „Beim Badminton hab ich sogar meinen Schläger zertrümmert. Jetzt aber ist mein Herz frei für den Volleyball.“ Um das  Mikro an den Präsidenten des Westdeutschen Volleyball-Verbandes weiterzureichen.

„Beach ist der Renner. Nach den tollen zwei Wochen in Wien wird nun diese Vier-Feld-Anlage eröffnet, die ihresgleichen sucht.“ Der Präsident war voll des Lobes über die Hobbyteams: „Dass alle Mannschaften bei diesem Wetter gekommen sind und vor allem durchgehalten haben, spricht für die Spieler.“

In Anbetracht der Witterung kam kaum ein Gedanke an Sonne auf, bei der Kälte eher an Winter – und Schnee. Und genau da brachte Hubert Martens im internen Gespräch ein neues Standbein des Volleyballsports ins Spiel: „Sowohl der Weltpräsident wie auch der neue Vizepräsident ‚Volleyball‘ im DVV. Andreas Künkler, wollen sich stark machen für Snow-Volleyball.“ Und augenzwinkernd fügte er hinzu: „Da bietet sich das Sauerland, speziell Olpe, geradezu an.“

Den Schlussakkord der offiziellen Einweihung oblag – natürlich, dem Begriff entsprechend  –Pfarrer Martin Neuhaus. „Ihr seid das Salz, nicht der Sand, der Erde“, begann Martin Neuhaus und bezog sich auf Matthäus, um denn auf seine Verbindung zum Volleyball zu kommen: „Die ist eher passiv und indirekt..“ Um dann mit allen Honoratioren und den Verantwortlichen von SFG eine Runde um den Sand zurückzulegen.

Und dann konnte endlich das Geheimnis der Platztaufe des größten Sandkastens in Olpe gelüftet werden: „SFG-Sonnendeck – OLPACABANA“. Und der wurde mit Bieneck/Schneider, genannt „Isa & Tori“, auch gebührend eingeweiht.

Hubert Martens (WVV-Präsident)

Der Standort Olpe hat mit der neuen Beachanlage gute Chancen, in Zukunft bei der Vergabe von  Qualifikationsturnieren, die für die Teilnahme an den Westdeutschen Beach-Meisterschaften der Jugend relevant sind, berücksichtigt zu werden.

Beach Team Bieneck/Schneider mit WVV-Präsident Hubert Martens