Der WVV trauert um Manfred Kindermann, der am 12. November 2025 im Alter von 87 Jahren verstorben ist.
Manfred Kindermann zählt zu den bedeutendsten Persönlichkeiten des deutschen Volleyballs. Als Spieler, Trainer und akademischer Lehrer prägte er den Volleyballsport über Jahrzehnte – in Nordrhein-Westfalen, national und international.
In den 1960er-Jahren spielte er als Zuspieler beim USC Münster und gewann dort sechsmal in Folge die Deutsche Meisterschaft. Mit 71 Einsätzen für die deutsche Nationalmannschaft gehörte er zu den prägenden Athleten seiner Generation.
In den Jahren 1971 und 1972 übernahm er als Bundestrainer Verantwortung für die deutsche Männer-Nationalmannschaft und führte das Team unter anderem zu den Olympischen Spielen 1972 in München.
Neben seinen Erfolgen im Leistungssport wirkte Manfred Kindermann mehr als drei Jahrzehnte als Dozent für Psychologie und Sportwissenschaft an der Universität Münster. Sein Engagement für wissenschaftliche Ausbildung, Trainingslehre und Nachwuchsförderung hat zahlreiche Trainer*innen und Sportstudierende nachhaltig geprägt.
Mit Manfred Kindermann verliert der Volleyball einen langjährigen, hochgeschätzten Wegbegleiter, der den Sport mit Fachkompetenz, Leidenschaft und großer menschlicher Stärke bereichert hat.
Der Westdeutsche Volleyball-Verband wird Manfred Kindermann ein ehrendes Andenken bewahren.


